IBJJF European 2025 NO GI

2025.11.02 – Ostia, IT

My First IBJJF European No-Gi Tournament in Italy. From our gym, Alessia and I competed as Blue Belts, while our coach Duy competed as a Purple Belt. With all the training, work, and probably simply not eating enough, I signed up for the 56.5 kg weight class, which meant I ended up in the same category as Alessia. In the end, I weighed in at 54 kg. I honestly don’t think I had ever been this light since I was fully grown.

Warming Up Alone? No Problem. While I was in the warm-up area, I realized something I hadn’t really thought about before: if you’re competing alone and nobody from your own team is available, you can simply ask someone else on the warm-up mat if they would like to warm up with you. Seems obvious, but it was a small new experience for me. A few people from Stark in Zurich were competing as well, and Coach Sevi was in our corner, coaching us.

After my first two wins, both by armbar, he asked me: “So, Gabi, are you going to give us another armbar in your next fight?” I would have loved to. Unfortunately, I lost my third fight on points.
Only afterwards did I realize just how little energy I actually had left. I hadn’t eaten anything since that morning. Sushi in the Waiting Area. A girl I had met during a BJJ weekend in Innsbruck, Austria, was also in the waiting area and seemed to have a little more experience with these situations. She showed up with a Tupperware container full of sushi and sweets. And she even shared some of it with me. In that moment, I thought: I’m definitely remembering this for my next big tournament. Always have some food with you. Although maybe not quite the same selection she had.

This Hall…I also have to talk about the venue in Ostia. It smelled so strongly of sweat that, at times, we could barely stand it. It was incredibly stuffy, the air felt completely stagnant, and there was basically no ventilation and no windows. At some point, we genuinely started wondering: Why aren’t the organizers doing anything about this? With so many people training and competing at the same time, a little fresh air definitely wouldn’t have hurt.

Afterwards, Duy told me:“Please don’t cut down to that weight again.” And honestly, he was right. I had made the weight, but I had paid for it with my energy. What’s the point of making weight if you don’t have enough energy left to perform at your best? So after that tournament, I decided to keep my personal competition weight somewhere around 60 kg. Another important lesson on my BJJ journey.

After the tournament, I picked up a free IBJJF T-shirt, because, let’s be honest, you also have to take home the important things from a tournament day. After that, there was only one thing left to do for the rest of our time in Italy: Sightseeing and food in Rome. And after that tournament, I was definitely ready for both.

Deutsch

Mein erstes IBJJF European Tournament im No-Gi in Italien. Von unserem Gym nahmen Alessia und ich als Blue Belts und unser Coach Duy als Purple Belt teil. Durch viel Training, Arbeit und wahrscheinlich auch einfach zu wenig Essen hatte ich mich für die Gewichtsklasse bis 56,5 kg angemeldet und landete damit in derselben Kategorie wie Alessia. Letztendlich wurde ich mit 54 kg eingewogen. Seit ich vollständig ausgewachsen bin, war ich wahrscheinlich noch nie so leicht.

Alleine aufwärmen? Kein Problem. Im Aufwärmbereich stellte ich etwas fest, das ich vorher gar nicht bedacht hatte: Wenn man alleine an einem Turnier teilnimmt und niemand aus dem eigenen Team gerade Zeit hat, kann man einfach andere Leute auf der Aufwärmmatte fragen, ob sie mit einem aufwärmen möchten. Eigentlich logisch aber für mich war es eine kleine neue Erfahrung.

Ein paar Leute vom Stark Gym aus Zürich waren ebenfalls am Start. Coach Sevi war bei uns in der Corner und coachte uns. Nach meinen ersten beiden Siegen, die ich beide durch Armbar gewonnen hatte, fragte er mich: „Und Gabi, gibst du uns beim nächsten Kampf noch einen Armbar?“ Ich hätte es gerne gemacht. Leider verlor ich meinen dritten Kampf nach Punkten. Erst danach merkte ich, wie wenig Energie ich eigentlich noch hatte. Ich hatte seit diesem Morgen nichts mehr gegessen.

Eine Kollegin, die ich im BJJ-Weekend in Innsbruck, Österreich kennengelernt habe war im Wartebereich und schien da schon etwas mehr Erfahrung zu haben. Sie kam nämlich mit einer Tupperware voller Sushi und Süssigkeiten an. Und sie teilte sogar etwas mit mir. In diesem Moment dachte ich mir: Das muss ich mir für mein nächstes grosses Turnier merken. Immer etwas zu essen dabeihaben aber nicht unbedingt die Auswahl von ihr.

Diese Halle… Über die Halle in Ostia muss ich allerdings noch sprechen. Sie hat dermassen nach Schweiss gerochen, dass wir es teilweise kaum ausgehalten haben. Es war unglaublich stickig, die Luft stand und es gab praktisch keine Durchlüftung und keine Fenster. Wir haben uns irgendwann wirklich gefragt: Warum machen die Veranstalter nichts dagegen? Bei so vielen Menschen, die gleichzeitig trainieren und kämpfen, wäre etwas frische Luft definitiv nicht schlecht gewesen.

Im Nachhinein sagte Duy zu mir: „Bitte geh nicht wieder auf so ein Gewicht runter.“ Und ehrlich gesagt hatte er damit recht. Ich hatte zwar mein Gewicht erreicht, aber dafür hatte ich zu wenig Energie. Was bringt es, das Gewicht zu schaffen, wenn man dann nicht mehr die Kraft hat, seine Leistung abzurufen? Deshalb entschied ich mich danach, mein persönliches Kampfgewicht eher bei ungefähr 60 kg, plus oder minus, zu halten. Eine weitere wichtige Lektion auf meiner BJJ-Reise.

Nach dem Turnier holte ich mir noch gratis ein IBJJF T-Shirt, schliesslich muss man auch die wichtigen Dinge eines Turniertages mitnehmen. Danach war für den Rest unserer Zeit in Italien nur noch eines angesagt: Sightseeing und Essen in Rom. Und nach diesem Turnier war ich definitiv bereit für beides.

Weitere Veranstaltungen