ZURICH BJJ SUMMER OPEN 2024
2024.06.08 – Zürich, CH
And Suddenly, I Was in Love again. Okay, it was clear: I had fallen in love with this sport. I went to training as often as I could. I wanted to take every opportunity to improve and learn more. The only thing that really annoyed me every single time was my long hair. After every training session, I had to wash it thoroughly. Some of it was even starting to break, and far too often I went to bed with wet hair. Eventually, I had enough and cut it off, hoping that this would finally solve the problem.
When there was another tournament in Zurich, I signed up straight away. This time, there were three of us. Back then, I actually liked not knowing the other women in my category. At the beginning of my BJJ journey, I really saw the other female fighters more as enemies rather than simply opponents in a sporting sense. Over time, that attitude changed. Today, I see them as people who, just like me, train, fight, learn and push their own limits. Respect for the other women has become an important part of the sport for me. But back to that tournament: Two fights. Two wins. I was incredibly proud. And then I was actually standing on the top step of the podium.
My biggest fear before competing had always been getting injured during a fight. But what I have learned since then is that you can actually get injured more easily during training than during a competition. In training, movements are repeated over and over again. You train much more frequently and sometimes even when you are tired. During a competition, on the other hand, you are much more focused and aware that every movement counts. Of course, that doesn’t mean you can’t get injured during a competition. But over time, my initial fear of getting injured has changed considerably.
And so, the fear of competing gradually turned into something different: Looking forward to the next one.
Deutsch
Und plötzlich war ich erneut verliebt. Okay, es war eindeutig: Ich hatte mich in diese Sportart verliebt. Ich ging so oft ins Training, wie ich konnte. Ich wollte jede Gelegenheit nutzen, um besser zu werden und mehr zu lernen. Das Einzige, was mich wirklich jedes Mal genervt hat, waren meine langen Haare. Nach jedem Training musste ich sie gründlich waschen, sie brachen teilweise ab, und viel zu oft bin ich mit nassen Haaren ins Bett gegangen. Irgendwann hatte ich genug davon und schnitt sie ab. In der Hoffnung, dass ich dieses Problem damit endlich loswerden würde.
Als es wieder ein Turnier in Zürich gab, meldete ich mich sofort an. Dieses Mal waren wir zu dritt. Damals fand ich es sogar ganz gut, dass ich die Kämpferinnen in meiner Kategorie nicht kannte. Am Anfang meiner BJJ-Karriere sah ich die anderen Kämpferinnen nämlich tatsächlich eher als Feindinnen und nicht einfach als Gegnerinnen im sportlichen Sinn. Mit der Zeit hat sich diese Einstellung verändert. Heute sehe ich sie als Menschen, die, genau wie ich, trainieren, kämpfen, lernen und ihre eigenen Grenzen testen. Der Respekt vor den anderen Kämpferinnen ist für mich ein wichtiger Teil des Sports geworden. Aber zurück zu diesem Turnier: Zwei Kämpfe. Zwei Siege. Ich war unglaublich stolz. Und dann stand ich tatsächlich ganz oben auf dem Podium.
Meine grösste Angst vor dem Wettkampf war immer, mich während eines Kampfes zu verletzen. Was ich aber inzwischen gelernt habe: Man kann sich im Training sogar leichter verletzen als im Wettkampf. Im Training werden die Bewegungen immer und immer wieder wiederholt. Man trainiert häufiger und manchmal auch, wenn man müde ist. Im Wettkampf ist man dagegen viel konzentrierter und weiß, dass jede Bewegung zählt. Natürlich bedeutet das nicht, dass man sich im Wettkampf nicht verletzen kann. Aber meine anfängliche Angst davor hat sich mit der Zeit deutlich verändert.
Und so wurde aus der Angst vor dem ersten Wettkampf langsam etwas ganz anderes: Vorfreude auf den nächsten.




